Dienstag, 18. Juli 2017

Rezension zu "Das Herz des Verräters"



Das Herz des Verräters von Mary E. Pearson


Die Chroniken der Verbliebenen: Teil 2 
Gebundene Ausgabe: 528 Seiten 
Verlag: Bastei Lübbe 
Erscheinungsdatum: 26. Mai 2017
Preis: 18,00 €
ISBN-10: 3846600423


Achtung: Es handelt sich um den zweiten Teil der Reihe, weshalb diese Rezension Spoiler zum ersten Teil enthält!

 

 

 

 

Inhalt

"Seit Lia in den feindlichen Palast verschleppt wurde, muss sie um ihr Leben fürchten. Rafe ist zwar an ihrer Seite, aber hier kann auch er sie nicht mehr beschützen. Der Komizar von Venda will Lias Tod – und erst als Kaden ihm verrät, dass Lia die Gabe der Vorsehung besitzt, steigert das in den Augen des Feindes Lias Wert. Sie gewinnt Zeit – doch was sagt ihr der Blick in die Zukunft? Lia muss wichtige Entscheidungen treffen und einen Weg finden, um endlich ihrem Gefängnis zu entfliehen ..."

Meine Meinung

 „Das Herz des Verräters“ setzt genau dort an, wo „Der Kuss der Lüge“ geendet hat: Lia und Rafe werden als Gefangene durch die Gassen von Venda getrieben, während die Brücke hinter ihnen wieder hochgezogen wird, wodurch klar wird, das es keinen Weg zurück gibt.

Wie schon im ersten Teil wird die Geschichte hauptsächlich aus Lias Perspektive erzählt, jedoch gibt es auch wieder einzelne Kapitel, die aus der Sicht von Kaden, Rafe und auch Pauline erzählt werden. Dabei schafft es die Autorin über die gesamte Geschichte hinweg, unnötige Wiederholungen zu vermeiden und die Spannung aufrechtzuerhalten. Durch die Mehrpespektivität kommt meiner Meinung nach sogar noch mehr Spannung in die Geschichte, da einige Handlungsverläufe nur angedeutet und erst einige Zeit später wieder aufgegriffen werden.

Auch bereits bekannt aus dem ersten Teil sind die Fragmente von Vendas Lied, Gaudrels Vermächtnis und dem heiligen Text von Morrighan, die einigen Kapitel vorangestellt sind und von der Vergangenheit der Königreiche erzählen. Im ersten Band haben mich diese bruchstückhaften Erzählungen noch überwiegend verwirrt, während im zweiten Band äußerst interessante Details ans Tageslicht gekommen sind, die mir Stück für Stück mehr Klarheit verschaffen haben. Ich bin gespannt, was der dritte und vierte Teil der Reihe hinsichtlich der Vergangenheit von Morrighan und Venda noch offenbaren werden, und wie sie den Bogen zur Gegenwart spannen werden.

Mit Venda hat die Autorin wieder eine ganz eigene Welt mit speziellen Sitten und Bräuchen entworfen, die eine besonders düstere Ausstrahlung hat und einige Geheimnisse in sich birgt. Der bildliche und detaillierte Schreibstil von Mary E. Pearson war wieder genauso großartig wie schon in Band eins und so hatte ich wie auch bei dem kleinen Fischerstädtchen Terravin vom Königreich Venda stets ein genaues Bild vor Augen.

Da „Das Herz des Verräters“ an einem neuen Schauplatz angesiedelt ist, treten natürlich auch eine ganze Menge neue Charaktere auf die Bildfläche. Da wäre zum Beispiel der Komizar, von dem man im ersten Teil schon immer mal wieder gehört hat, aber auch andere Bewohner Vendas werden dem Leser nach und nach vorgestellt, wodurch die Geschichte neuen Schwung bekommt. Nichts desto trotz schafft es die Autorin allerdings auch, liebgewonnene Nebencharaktere aus dem ersten Teil immer wieder geschickt einzubauen, worüber ich mich besonders gefreut habe.

Schon in meiner Rezension zum ersten Teil habe ich die Protagonistin Lia für ihre Stärke gelobt, doch in diesem Teil ist sie in vielerlei Hinsicht noch weiter über sich hinausgewachsen. So hat sie Stück für Stück verstehen gelernt, dass sich das Leben nicht immer nur in schwarz und weiß einteilen lässt, was sich auch auf ihr Handeln ausgewirkt hat. Insgesamt wirkt sie noch erwachsener und lässt ihr impulsives, unüberlegtes Verhalten größtenteils hinter sich, ohne dabei jedoch unsympathisch zu wirken, da sie trotz allem immer noch ein Mensch ist, der zuallererst auf sein Herz hört. Dadurch konnte ich mich stets gut in sie hineinversetzen und habe sie noch ein bisschen mehr in mein Herz geschlossen als es nach Band eins sowieso schon der Fall gewesen war.

Rafe war ja schon im ersten Teil der Reihe mein absoluter Favorit und das hat sich auch in diesem Buch nicht geändert. Jedoch stand er dieses Mal etwas im Hintergrund und hat leider nicht ganz so viel Raum bekommen, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich bin allerdings zuversichtlich, dass sich das im nächsten Teil wieder ändern wird.

Kaden mochte ich gegen Ende des ersten Teils immer weniger, dies hat sich jedoch mit „Das Herz des Verräters“ wieder etwas relativiert. Das, was Rafe an Raum einbüßt, kommt Kaden zugute. Der Leser erfährt viel über seine Vergangenheit und seine Beweggründe, wodurch ich sein Verhalten jetzt viel besser nachvollziehen kann als zuvor.

Zu kritisieren habe ich eigentlich nur zwei Dinge. Zum einen fand ich den Mittelteil nicht ganz so spannend wie in „Der Kuss der Lüge“ – was allerdings nicht heißen soll, dass ich mich gelangweilt hätte, das war nämlich definitiv nicht der Fall – und zum anderen ging das Ende für meinen Geschmack etwas zu schnell über die Bühne. Nichtsdestotrotz haben mich die letzten Seiten aber mehr als neugierig auf den nächsten Teil gemacht, sodass ich es kaum noch abwarten kann, bis er endlich erscheint.

Fazit

Wie schon im ersten Teil der Reihe besticht Mary E. Pearson mit ihrem detaillierten und bildlichen Schreibstil und einem faszinierenden Worldbuilding. Die Charaktere sind komplex und vielschichtig, die Storyline spannend und stimmig und zudem versteht es die Autorin bestens, die beiden Handlungsstränge von Vergangenheit und Gegenwart geschickt miteinander zu verweben. Einen halben Stern Abzug bekommt das Buch von mir nur, weil mich der erste Teil besonders in der Mitte noch ein bisschen mehr packen konnte und mir das Ende in diesem zweiten Band etwas zu schnell kam.
Wenn ihr phantastische Jugendbuchreihen mögt, kann ich nur eines sagen: LEST DIESE BUCHREIHE!

Bewertung 

 

Hinweis zur Reihe

Die "Die Chroniken der Verbliebenen"-Reihe ist im Original eine Trilogie, wird im Deutschen jedoch vier Bände umfassen, da der letzte Teil aufgrund seines Umfangs in zwei Bände geteilt wurde.
 

Der dritte Teil, "Die Gabe der Auserwählten", 
wird am 26.10.2017 erscheinen.

Montag, 17. Juli 2017

Montagsfrage

Guten Morgen ihr Lieben!
Es ist mal wieder an der Zeit für die Montagsfrage von der lieben Buchfresserchen! Falls ihr auch mitmachen wollt, schaut einfach mal bei ihr vorbei.

Wenn du weder Buchverfilmung noch Buch kennst, was würdest du zuerst anschauen/lesen?

Ich würde definitiv zuerst das Buch lesen! Wenn ich den Film schon gesehen habe, habe ich meistens keine Lust mehr das Buch zu lesen, weil es einfach nicht mehr so spannend ist, wie ein Buch über dessen Handlungsverlauf ich noch nichts weiß. Damit ich nachdem ich einen Film gesehen habe, das Buch lesen möchte, muss mich der Film schon richtig begeistern.
Umgekehrt ist es jedoch so, dass ich nach dem Lesen eines Buches immer total gespannt darauf bin, wie es als Film umgesetzt wurde. Wie die Charaktere und die Schauplätze aussehen, welche Stimmung der Film ausstrahlt ... Natürlich kann es da auch zu Enttäuschungen kommen, aber da versuche ich dann eben so gut es geht Film und Buch voneinander zu trennen.

Wie sieht es bei euch aus, zuerst der Film oder das Buch?

Freitag, 14. Juli 2017

Meine bisherigen Jahresfavoriten

Hallöchen ihr Lieben!
Die erste Hälte von 2017 ist jetzt schon wieder an uns vorbeigezogen und ich dachte mir, das wäre doch eine gute Gelegenheit mal eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen und euch die Bücher vorzustellen, die mich in der ersten Jahreshälfte am meisten begeistern konnten.
Schreibt mir gerne auch in die Kommentare, welche Bücher zu euren bisherigen Jahreshighlights zählen!


Perfect von Cecelia Ahern

 

Achtung: Zweiter Teil einer Dilogie!

Darum geht's:
"Celestine wurde als „fehlerhaft“ gebrandmarkt, sie gehört nun zu den Menschen zweiter Klasse. Doch statt sich den strikten Regeln des Systems zu unterwerfen, flieht sie. Denn Celestine ist auch ein Symbol der Hoffnung für alle anderen Fehlerhaften.
Gelingt es ihr, den grausamen Richter Crevan zu überführen? Das wäre die Chance auf einen Neuanfang für die Fehlerhaften. Aber gibt es auch für ihre große Liebe eine neue Chance?
Für Celestine geht es um alles – um Gerechtigkeit für sich selbst und alle anderen und um eine lebenswerte Zukunft"

Ich war schon vom ersten Teil der Reihe beeindruckt, aber der zweite Teil war sogar noch um einiges spannender und mitreißender. Eine richtig tolle Dystopie mit einer wichtigen Botschaft!
Hier geht's zu meiner Rezension von Teil 1

Der Kuss der Lüge von Mary E. Pearson


Erster Teil der "Die Chroniken der Verbliebenen"-Reihe

Darum geht's:
"Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch das Mädchen entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Die beiden sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt Lia sich zu beiden hingezogen ..." 

Mit „Der Kuss der Lüge“  ist Mary E. Pearson eine wunderbar unvorhersehbare und spannende Geschichte gelungen. Was ich mit am besten an dem Buch fand, war der lebendige und stimmungsvolle Schreibstil der Autorin, dank dem ich stets ein genaues Bild vor Augen hatte und mich in die Welt von Lia total verliebt habe. Für mich hatte das Buch definitiv Suchtpotenzial!
Hier geht's zu meiner Rezension

Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen von Sarah J. Maas


Erster Teil der "Das Reich der sieben Höfe"-Reihe

Darum geht's:
"Sie hat ein Leben genommen. Jetzt muss sie mit ihrem Herz dafür bezahlen. 
Die junge Jägerin Feyre wird in das sagenumwobene Reich der Fae entführt. Nichts ist dort, wie es scheint. Sicher ist nur eins: Sie muss einen Weg finden, um ihre Liebe zu retten. Oder ihre ganze Welt ist verloren."

Mit dem ersten Teil der „Das Reich der sieben Höfe“-Reihe ist Sarah J. Maas eine einzigartige und fesselnde Fantasygeschichte gelungen, die in einer komplexen phantastischen Welt angesiedelt ist und über interessante und vielschichtige Charaktere verfügt. Auch die Unvorhersehbarkeit der Handlung und die Darstellung der Fae konnten mich überzeugen.
Hier geht's zu meiner Rezension  

Nächstes Jahr am selben Tag von Colleen Hoover


Darum geht's:
New York – Los Angeles, und dazwischen die große Liebe
"Ausgerechnet am Abend, bevor sie von Los Angeles nach New York zieht, lernen sie sich kennen: die 18-jährige Fallon, Tochter eines bekannten Filmschauspielers, und der gleichaltrige Ben, der davon träumt, Schriftsteller zu werden. Beide verlieben sich auf den ersten Blick ineinander und verbringen die Stunden vor dem Abflug zusammen. Doch wie soll es weitergehen? Wollen sie sich wirklich auf eine Fernbeziehung einlassen und ihren Alltag nur halbherzig leben? Um das zu verhindern, beschließen die beiden, sich die nächsten fünf Jahr jedes Jahr am selben Novembertag zu treffen, dazwischen jedoch auf jeglichen Kontakt zu verzichten. Und wer weiß, vielleicht, so die Hoffnung, klappt es am Ende der fünf Jahre ja mit einem Happyend.
Doch fünf Jahre sind eine lange Zeit - und so kommt ihnen trotz aller intensiven Gefühle, die bei jedem Treffen der beiden hochkochen, ganz einfach das Leben dazwischen …"
Ich bin ja sowieso ein großer Colleen Hoover-Fan, aber "Nächstes Jahr am selben Tag" ist definitiv eins meiner liebsten Bücher von ihr. Die Charaktere waren wie immer sehr vielschichtig und glaubhaft, die Liebesgeschichte emotional und einzigartig, doch darüber hinaus war das Buch auch unglaublich spannend und voller überraschender Wendungen. 

Harry Potter und der Halbblutprinz von J.K. Rowling

Sechster Teil der "Harry Potter"-Reihe
Darum geht's:
"Seit Voldemort, der gefährlichste schwarze Magier aller Zeiten, zurückgekehrt ist, herrschen Aufruhr und Gewalt in der magischen Welt. Als Harry Potter und seine Freunde Ron und Hermine zu ihrem sechsten Schuljahr nach Hogwarts kommen, gelten strengste Sicherheitsmaßnahmen in der Zauberschule. Dumbledore will seine Schützlinge vor dem Zugriff des Bösen bewahren. Um Harry zu wappnen, erforscht er mit ihm die Geschichte des Dunklen Lords. Ob auch Harrys Zaubertrankbuch, das früher einem „Halbblutzprinzen“ gehörte, ihm helfen kann?"
Zu Harry Potter gibt es eigentlich nichts zu sagen, außer, dass es bisher jeder Teil der Reihe in meine Jahresfavoriten geschafft hat. 😄




Falls ihr auch eines der Bücher kennt, schreibt mir gerne eure Meinung dazu in die Kommentare.
Habt ein schönes und lesereiches Wochenende!

Montag, 10. Juli 2017

Montagsfrage

Welche 5 Bücher würdest du jetzt auf eine Reise mitnehmen?


Ich würde mich ganz spontan für diese Bücher entscheiden:


"Das Herz des Verräters" ist neben "Runa" mein Currently Read und gefällt mir wahnsinnig gut, sodass es auf jeden Fall mit müsste. "Lucian" und "Passagier 23" habe ich vor kurzem aus der Bibliothek ausgeliehen und "Das Glück oder was auch immer passiert" sowie "Worte für die Ewigkeit" liegen auf meinem SuB und wollen diesen Sommer unbedingt noch gelesen werden.
Für welche fünf Bücher würdet ihr euch entscheiden?





Samstag, 8. Juli 2017

Die 10 besten Bücher für den Sommer

Hallo ihr Lieben!
Gehört ihr auch zu denjenigen, die Bücher am liebsten passend zur Jahreszeit lesen? Falls ja, seid ihr hier genau richtig!
Ich habe für euch nämlich einmal meine allerliebsten Sommerbücher herausgesucht, die euch bei den hohen Temperaturen teilweise noch mehr ins Schwitzen bringen oder euch aber auch einen kalten Schauer über den Rücken jagen. Verratet mir in den Kommentaren gerne, welche eure liebsten Sommerbücher sind. 😊
Und nun wünsche ich euch viel Spaß beim Durchstöbern! 💕

Der Kuss der Lüge von Mary E. Pearson


"Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch das Mädchen entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Die beiden sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt Lia sich zu beiden hingezogen ..." 

Hier geht's zu meiner Rezension

"Der Kuss der Lüge" war bisher in diesem Jahr eines meiner absoluten Highlights. Besonders gut hat mir auch der sommerliche Flair gefallen, dass das Fischerstädtchen Terravin ausgestrahlt hat!


Kirschroter Sommer von Carina Bartsch


"Die erste Liebe vergisst man nicht. Niemand weiß das besser als Emely. Nach sieben Jahren trifft sie wieder auf Elyas, den Mann mit den leuchtend türkisgrünen Augen. Der Bruder ihrer besten Freundin hat ihr Leben schon einmal komplett durcheinander gebracht, und die Verletzung sitzt immer noch tief. Emely hasst ihn, aus tiefstem Herzen. Viel lieber lenkt sie ihre Aufmerksamkeit auf den anonymen E-Mail-Schreiber Luca, der mit seinen sensiblen und romantischen Nachrichten ihr Herz berührt. Aber kann man sich wirklich in einen Unbekannten verlieben?"

"Kirschroter Sommer" gehört nicht nur zu meinen liebsten Sommerbüchern, sondern auch zu meinen Lieblingsbüchern generell. Wie der Titel schon sagt, spielt sich die Geschichte im Sommer ab und das Knistern zwischen Elias und Emely sorgt noch einmal zusätzlich für erhöhte Temperaturen.



 Obsidian von Jennifer L. Armentrout


"Als die siebzehnjährige Katy vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In ihrem winzigen neuen Wohnort kommt sie in den ersten Tagen nicht einmal ins Internet, was für die leidenschaftliche Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Nur mit Mühe lässt sie sich dazu überreden, bei ihren Nachbarn zu klingeln, um "neue Freunde" zu finden. Und lernt so den atemberaubend gut aussehenden, aber bodenlos unfreundlichen Daemon Black kennen. Was Katy jedoch nicht weiß, ist, dass genau der Junge, dem sie von nun an am meisten aus dem Weg zu gehen versucht, ihr Schicksal bereits verändert hat…"

Hier geht's zur Rezension 

"Obsidian" ist der erste Teil der Lux-Reihe, eine meiner absoluten Lieblingsreihen! Ich habe "Obsidian" damals selbst im Sommer gelesen, was absolut stimmig war, da auch die Geschichte im Sommer angesiedelt ist.


Wie ein einziger Tag von Nicholas Sparks


"Sie sind siebzehn und verlieben sich auf den ersten Blick ineinander. Einen wunderschönen, scheinbar endlosen Sommer haben Allie und Noah gemeinsam. Dann muss Allie mit ihrer Familie den verträumten Urlaubsort verlassen - und verschwindet aus Noahs Leben. Vierzehn Jahre lang hört er nichts mehr von ihr. Und obwohl er sie verloren geben muss, kann er sich doch nie mehr neu binden. Bis Ally eines Tages plötzlich wieder vor ihm steht: Sie ist mit einem erfolgreichen Anwalt verlobt, aber bevor es zur Hochzeit kommt, will sie noch einmal den Mann sehen, den sie nie vergessen konnte ..."

"Wie ein einziger Tag" steht in diesem Fall stellvertretend für alle Romane von Nicholas Sparks. Sie sind allesamt in North Carolina angesiedelt und spielen meist in einer Kleinstadt am Meer. Vor allem seine älteren Werke gehören für mich einfach zum Sommer dazu.



Sommer der Wahrheit von Nele Löwenberg


"Nebraska, Anfang der neunziger Jahre: Sheridan Grant lebt mit ihrer Adoptivfamilie auf einer Farm inmitten von Maisfeldern. Die Eintönigkeit des Farmlebens und das strenge Regime ihrer Adoptivmutter machen Sheridan das Leben schwer, doch zum Glück gibt es Tante Isabella und die Musik, die Sheridan über alles liebt. Der Farmarbeiter Danny, der Rodeoreiter Nick und der Künstler Christopher machen ihr den Hof, und sie stößt auf die Tagebücher der geheimnisvollen Carolyn, die vor vielen Jahren spurlos verschwand. Das Leben ist plötzlich aufregend, bis in einer Halloween-Nacht etwas Furchtbares passiert. Nun erweist sich, wem Sheridan wirklich vertrauen kann ..."

"Der Sommer der Wahrheit" konnte mich vor allem durch die idyllische, ländliche Stimmung des Nebraskas der neunziger Jahre überzeugen.



Saeculum von Ursula Poznanski


"Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter - ohne Strom, ohne Handy -, normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra.
Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein.
Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit.
Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald?"


"Saeculum" zählt vielleicht nicht zu den typischen Sommerbüchern, ist aber auch in dieser Jahreszeit angesiedelt und spielt sich in einem verlassenen Wald ab. Mir haben die Idee dahinter und die düstere Stimmung wahnsinnig gut gefallen!

Margos Spuren von John Green


"Solange Quentin denken kann, ist Margo für ihn das begehrenswerteste Mädchen überhaupt. Doch je näher er ihr kommt, desto rätselhafter und unerreichbarer wird sie. Und dann steht Margo eines Nachts plötzlich vor seinem Fenster und bittet ihn um Hilfe: Er soll sie auf ihrem persönlichen Rachefeldzug begleiten und Freunden, die sie enttäuscht haben, einen Denkzettel verpassen. Quentin macht mit. Für eine Nacht wirft er alle Ängste über Bord. Doch am nächsten Morgen ist Margo verschwunden. Quentin sucht sie verzweifelt und findet Spuren, die ganz bewusst gestreut wurden. Um Margo zu finden, taucht er ein in ihr Universum und folgt ihr quer durch die USA. Es ist eine Reise zu einer Frau, die viel mehr ist, als er sich je erträumt hat, und zugleich ganz anders, als er je hat wahrhaben wollen."

In "Margos Spuren" begibt sich Quentin gemeinsam mit seinen Freunden auf eine spannende Spurensuche, die zugleich auch ein Roadtrip ist. Mir persönlich hat das Buch ein Gefühl von Leichtigkeit vermittelt, und das gepaart mit dem sommerlichen Roadtrip, haben es zu einem tollen Sommerbuch für mich gemacht.

Whisper von Isabel Abedi


"Eine unwirkliche Stille liegt über Whisper, dem alten Haus, in dem Noa ihre Ferien verbringen soll. Das alte Gebäude birgt ein Geheimnis, über das niemand im Dorf spricht. Gemeinsam mit David nähert sich Noa der Wahrheit eines nie geklärten Mordes."

"Whisper" ist ein Buch für schaurige Gewitternächte nach einem heißen Sommertag. Isabel Abedi schafft es, eine wunderbar gespenstische Stimmung aufzubauen, die mich sofort packen konnte.






On The Island von Tracey Garvis-Graves


"Die junge Lehrerin Anna soll den sechzehnjährigen T.J. den Sommer über unterrichten - im Ferienhaus der Familie auf den Malediven. Anna sagt sofort zu: Die Chicagoer Winter sind lang, ihre Beziehung kriselt, da kommt dieser Traumjob wie gerufen. Als die beiden in der Propellermaschine Richtung Ferienhaus sitzen, kommt es zur Katastrophe: Das Flugzeug stürzt ab – mitten über dem indischen Ozean. Völlig erschöpft erreichen Anna und T.J. den rettenden Strand einer einsamen Insel. Ein Überlebenskampf beginnt. Und während die Hoffnung mit jedem Tag schwindet, wachsen die Gefühle füreinander. Aber hat diese große Liebe gegen jede Regel überhaupt eine Chance – auch jenseits der Insel?"

Wie das Cover schon vermuten lässt, kommen bei "On The Island" jede Menge Sommergefühle auf, und das nicht nur, weil sich Anna und T.J. auf den Malediven befinden!





Die Ungehörigkeit des Glücks von Jenny Downham


"Jahrelang hat Caroline ihrer 17-jährigen Tochter Katie die Großmutter vorenthalten. Zu viele Verletzungen, zu viele böse Worte waren zwischen den beiden gefallen. Doch nun taucht die alte Dame unvermittelt wieder in ihrem Leben auf … und erinnert sich an fast nichts mehr: Mary leidet an Demenz. Was für Caroline einem Albtraum gleicht, weckt in Katie neue Hoffnung. Sie freundet sich mit ihrer Großmutter an und fügt in deren lichten Momenten wie bei einem Puzzlespiel ihre Familiengeschichte zusammen. Noch ahnt Katie nicht, was sie damit ins Rollen bringt. Es wird ein Sommer werden, der alles verändert."

Hier geht's zu meiner Rezension

"Die Ungehörigkeit des Glücks" (seit April 2017 auch mit neuem Cover und unter dem Titel "Obwohl es dir das Herz zerreißt" erhältlich) ist für alle, die nach einer tiefgründigen Sommerlektüre suchen, genau das richtige!

Montag, 3. Juli 2017

Lesemonat Juni 2017

Hallo ihr Lieben!
heute habe ich meinen Lesemonat Juni für euch! Ich habe aufgrund von Uni und dem ganz alltäglichen Wahnsinn diesen Monat zwar nur drei Bücher geschafft, dafür war aber ein absolutes Highlight darunter!

Der Kuss der Lüge von Mary E. Pearson


"Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch das Mädchen entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Die beiden sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt Lia sich zu beiden hingezogen ..."




Wenn du mich siehst von Nicholas Sparks


"Mitten auf einer einsamen nächtlichen Landstraße bleibt Marias Auto liegen. Ein Wagen hält, ein bedrohlich aussehender, muskelbepackter Mann steigt aus – und wechselt ihr freundlich den Reifen. Colin Hancock hat schon viele dumme Entscheidungen in seinem Leben getroffen und bitter dafür büßen müssen, eine Beziehung ist das Letzte, was er sucht. Doch so wenig Maria und Colin zusammenzupassen scheinen und so sehr sie sich auch dagegen wehren: Sie verlieben sich rettungslos ineinander. Aber ihnen droht größte Gefahr, denn ein finsteres Kapitel aus ihrer Vergangenheit holt Maria ein und lässt sie um ihr Leben fürchten. Werden die alten Dämonen alles zerstören, oder kann ihre Liebe Colin und Maria in der dunkelsten Stunde retten?"
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Die Dreizehnte Fee von Julia Adrian



„Ich bin nicht Schneewittchen.
Ich bin die böse Königin.

Für tausend Jahre schlief die Dreizehnte Fee den Dornröschenschlaf, jetzt ist sie wach und sinnt auf Rache. Eine tödliche Jagd beginnt, die nur einer überleben kann. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Hexenjäger erkundet sie eine Welt, die ihr fremd geworden ist. Und sie lernt, dass es mehr gibt als den Wunsch nach Vergeltung.
»Kennst du das Märchen von Hänsel und Gretel?«, frage ich flüsternd. Er braucht mir nicht zu antworten, er weiß, dass nicht alle Märchen wahr sind. Nicht ganz zumindest. Es gibt keine Happy Ends, es gab sie nie. Für keine von uns.“
Hier geht's zu meiner Rezension 



Mein Highlight war definitiv "Der Kuss der Lüge", wenn ihr Fantasy und Jugendbücher mögt, solltet ihr euch das Buch unbedingt einmal ansehen!
Welches Buch war euer Highlight im Juni?

Donnerstag, 29. Juni 2017

Rezension zu "Die Dreizehnte Fee: Erwachen"



Daten & Fakten

Trilogie: Band 1
Taschenbuch: 212 Seiten
Verlag: Drachenmond-Verlag
Erscheinungsdatum: 15. Oktober 2015
Preis: 12,00 €
ISBN-10: 3959911319
Hier geht's zum Buch

Inhalt


„Ich bin nicht Schneewittchen.
Ich bin die böse Königin.


Für tausend Jahre schlief die Dreizehnte Fee den Dornröschenschlaf, jetzt ist sie wach und sinnt auf Rache. Eine tödliche Jagd beginnt, die nur einer überleben kann. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Hexenjäger erkundet sie eine Welt, die ihr fremd geworden ist. Und sie lernt, dass es mehr gibt als den Wunsch nach Vergeltung.

»Kennst du das Märchen von Hänsel und Gretel?«, frage ich flüsternd. Er braucht mir nicht zu antworten, er weiß, dass nicht alle Märchen wahr sind. Nicht ganz zumindest.
Es gibt keine Happy Ends, es gab sie nie. Für keine von uns.“  



Meine Meinung

„Die Dreizehnte Fee“ ist eine Reihe, auf die ich schon 2015 durch den LovelyBooks Leserpreis aufmerksam wurde, da der zweite Teil der Trilogie in diesem Jahr den dritten Platz in der Sparte „Fantasy & Science Fiction“ belegt hat. Als dann der dritte Teil im darauffolgenden Jahr ebenfalls diesen Platz für sich beansprucht hat, war endgültig klar, dass ich die Reihe mal genauer unter die Lupe nehmen muss.

Da ich ein großer Märchenfan bin, hat mich die Inhaltsangabe sofort angesprochen und das Cover ist natürlich sowieso ein absoluter Blickfang. Durch die goldenen Ranken im Zentrum, die mich sehr an einen Spiegel erinnern, und die Elemente einer Brombeerhecke wird hier direkt ein Märchenbezug hergestellt. Ich empfinde es immer als großen Pluspunkt, wenn das Cover eines Buches so wunderbar auf die Geschichte abgestimmt ist.
Cover und Inhaltsangabe konnten mich also vollkommen überzeugen, weshalb klar war, dass ich das Buch unbedingt lesen muss. Jetzt, zwei Jahre nachdem ich auf die Reihe aufmerksam wurde, durfte das erste Buch endlich bei mir einziehen und die Neugier auf die Geschichte war nach wie vor extrem hoch.

Als ich das Buch dann endlich in die Hand nahm, um mit der Geschichte zu starten, stellte ich schnell fest, dass das Buch auch im Inneren illustrationsmäßig einiges zu bieten hat. Auf jeder Seite finden sich die Brombeerhecken-Elemente des Covers wieder und zwischen den einzelnen Kapiteln gibt es hin und wieder noch wunderschöne Zeichnungen, die perfekt zu der düsteren Atmosphäre der Geschichte passen. 

Die Geschichte setzt mit einem Prolog ein, wobei sich die Autorin allerdings nicht lange mit Erklärungen und gleichem aufhält, sondern den Leser direkt in das Geschehen hineinwirft. Dies sorgte dafür, dass ich auf den ersten Seiten etwas verwirrt war, baute aber gleichzeitig direkt zu Beginn eine gute Portion Spannung auf. Schon auf den ersten Seiten ist mir aufgefallen, dass Julia Adrians Schreibstil hervorragend zur Geschichte passt. Ihre Ausdrucksweise ist schon an sich sehr mystisch, wodurch die magische Stimmung im Buch noch einmal unterstrichen wird. Außerdem schreibt sie sehr bildlich und schafft es ganz nebenbei, ohne sich dafür mit längeren Erklärungen aufhalten zu müssen, der Umgebung einen märchenhaften Charme zu verleihen.

Schnell wird klar, dass es sich bei „Die Dreizehnte Fee“ um eine ganz besondere Märchenadaption handelt, denn die Märchen, die in die Geschichte einfließen, sind zwar allesamt sehr bekannt, wurden von der Autorin allerdings auf eine ganz neue Art verändert und miteinander verknüpft. Diese Veränderungen fand ich sehr interessant und spannend und ich mochte auch die düstere Note, die sie den Märchen verliehen hat, allerdings muss ich sagen, dass ich an einigen Stellen das Gefühl hatte, nicht richtig durchzublicken, was die Autorin mit ein paar Hintergrundinformationen mehr leicht hätte vermeiden können.

Die dreizehnte Fee ist eine sehr komplexe Figur. Erwartet man aufgrund des Klappentextes vielleicht noch, dass sie die reine Ausgeburt des Teufels ist, wird im Laufe der Geschichte schnell klar, dass sie auch eine andere Seite hat. Ihr Charakter ist zugleich Gut UND Böse, was dazu geführt hat, dass ich bis jetzt nicht so recht weiß, was ich von ihr halten soll. Dies ist jedoch keinesfalls negativ zu werten, da ich diese komplexe Figur als willkommene Abwechslung von einer Masse aus einfältigen Charakteren empfinde und umso gespannter darauf bin, wie es mit ihr weitergeht.

Der Hexenjäger ist ein ebenso undurchschaubarer Charakter wie die dreizehnte Fee, nur dass ich für ihn bis jetzt noch keine wirklichen Sympathien entwickeln konnte. Ich empfand seine Handlungen an einigen Stellen als sehr widersprüchlich und erhoffe mir, ihn im nächsten Teil der Reihe etwas besser kennenzulernen.

Mit am besten hat mir die phantastische Welt gefallen, die Julia Adrian erschaffen hat. Die Schauplätze wirkten sehr magisch und zauberhaft, aber auch düster und gruselig. Auf jeden Fall hatte ich stets ein genaues Bild vor Augen und brenne darauf mehr über diese Welt zu erfahren.

Mein größter Kritikpunkt ist wohl, dass mir vieles zu schnell ging. Wie schon erwähnt, hätte ich mir an der einen oder anderen Stelle mehr Hintergrundwissen gewünscht und  viele Szenen hätten noch vertieft werden können, da ich das Gefühl hatte, dass die Autorin an manchen Stellen regelrecht durch die Geschichte gehetzt ist und damit ganz viel Potenzial ungenutzt geblieben ist. Jedoch sind dadurch natürlich überhaupt keine Leerläufe entstanden, in denen die Spannung abgeflacht wäre, was wiederum ein Pluspunkt war.

Fazit

Mit „Die Dreizehnte Fee: Erwachen“ ist Julia Adrian eine spannende und düstere Geschichte gelungen, in der wir den altbekannten Märchen auf ganz neue Art und Weise begegnen. Die phantastische Welt, die die Autorin in ihrem Werk erschaffen hat, versprüht jede Menge magischen Charme und wird sehr bildhaft dargestellt. Teilweise wirkte es so, als hetze die Autorin etwas zu schnell von einem Ereignis zum nächsten, wodurch sie meiner Meinung nach etwas Potenzial verschenkt hat, andererseits gab es dadurch in dieser Geschichte überhaupt keinen Leerlauf, in dem Langeweile hätte aufkommen können. „Die Dreizehnte Fee: Erwachen“ ist damit zwar eine eher kurzweilige Geschichte, dennoch aber absolut lesenswert, zudem es ja noch zwei weitere Teile gibt, in denen wir mehr über die Welt der dreizehnten Fee erfahren werden.

Bewertung