Montag, 27. Februar 2017

Montagsfrage

Hallöchen ihr Lieben!
Es ist mal wieder an der Zeit für eine neue Montagsfrage. Wenn ihr auch mitmachen möchtet, schaut einfach mal bei Buchfresserchen vorbei.
Habt einen schönen Start in die neue Woche!

Gibt es ein Buch, das dich positiv überrascht hat, von dem du es nie erwartet hättest?

Tatsächlich fällt mir da nur ein Buch ein, doch von diesem Buch wurde ich wirklich mehr als überrascht. Es handelt sich um "Bis(s) zum Morgengrauen" von Stephenie Meyer, das damals in aller Munde war. Mich selbst hatte es jedoch überhaupt nicht interessiert, da ich bis dahin rein gar nichts mit Fantasy anfangen konnte. Da ich irgendwann allerdings doch neugierig wurde, was alle denn so toll daran finden, habe ich es mir einfach mal in der Bücherei ausgeliehen. 
Eigentlich wollte ich nur mal reinlesen, da ich völlig überzeugt davon war, dass das Buch nichts für mich ist, doch schon die ersten Seiten haben mich so sehr in den Bann gezogen, dass sich meine Meinung schnell geändert hat. Ich hatte das Buch regelrecht verschlungen und es wurde zu einem meiner allerliebsten Lieblingsbücher. Man könnte vielleicht sogar sagen, dass es zu meinem Herzensbuch geworden ist, denn durch  "Twilight" bin ich erst so richtig zum Bücherwurm geworden und habe auch Fantasy im Allgemeinen endlich für mich entdeckt. 
 

Sonntag, 26. Februar 2017

Rezension zu "Maybe Someday" von Colleen Hoover


Broschiert: 432 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum: 18. März 2016
Preis: 12,95 €
ISBN-10: 3423740183


Inhaltszusammenfassung

„Das Letzte, was Sydney will, als sie bei dem attraktiven Gitarristen Ridge einzieht, ist, sich in ihn zu verlieben. Zu frisch ist die Wunde, die ihr Ex hinterlassen hat. Und auch Ridge hat gute Gründe, seine neue Mitbewohnerin nicht zu nah an sich ranzulassen, denn er hat seit Jahren eine feste Freundin: Maggie – hübsch, sympathisch, klug, witzig. Und dann passiert es doch. Als Sydney beginnt, Ridge beim Songschreiben zu helfen, kommen sie sich näher als erwartet. Auch wenn beide die Stopptaste drücken, bevor wirklich etwas passiert, können sie nichts gegen die immer intensivere Anziehung ausrichten, die sie zu unterdrücken versuchen – vergeblich.“

Meine Meinung

Colleen Hoover ist und bleibt eine meiner Lieblingsautorinnen und „Maybe Someday“ hat mich darin nur noch weiter bestärkt. Was mich an jedem ihrer Bücher immer wieder auf’s Neues fasziniert ist ihr Schreibstil, der zugleich sehr locker und angenehm zu lesen ist, aber auch wahnsinnig viele Emotionen übermittelt. Auch in „Maybe Someday“ gab es wieder einige wunderschön geschriebene Passagen, die ich mir mit einem Post-it markieren musste. Besonders ein Zitat ist mir auch jetzt, ein paar Tage nach dem Lesen dieses Buches, noch im Kopf geblieben:

„Das Alphabet hat 26 Buchstaben, und man sollte meinen, dass diese 26 Buchstaben nur begrenzte Ausdrucksmöglichkeiten bieten. Man sollte meinen, diese Buchstaben könnten nur eine begrenzte Zahl von Gefühlslagen hervorrufen, wenn sie gemischt und zu Worten zusammengesetzt werden.
Aber die Anzahl der Gefühlslagen, in die einen diese 26 Buchstaben versetzen können, ist unendlich, und dieser Song ist der lebende Beweis dafür.“

Und da kommen wir auch schon zu einer zweiten Besonderheit, die dieses Buch zu einem außergewöhnlichen Leseerlebnis für mich gemacht hat: Die Songs. Wie die Inhaltsangabe schon verrät, nimmt das gemeinsame Songschreiben von Sydney und Ridge einen wesentlichen Teil der Geschichte ein. Das Besondere daran ist, dass nicht nur der Songtext zu jedem dieser Songs abgedruckt ist, sondern auch noch die Möglichkeit besteht, die jeweiligen Songs direkt während des Lesens kostenlos über das Smartphone anzuhören. Ich muss sagen, dass ich diese Idee wirklich wahnsinnig toll finde, besonders weil die Songs in enger Zusammenarbeit zwischen der Autorin und dem Musik Griffin Peterson entstanden sind und damit perfekt zu der Geschichte passen und die Emotionen während des Lesens noch einmal verstärken.

Neben dem Soundtrack zum Buch konnten mich auch dieses Mal wieder die Charaktere begeistern, die Colleen Hoover erschaffen hat. Ich muss sagen, dass es in meinen Augen kaum ein Autor schafft so lebendige, realistische und vielschichtige Charaktere zu entwerfen wie Colleen Hoover. Bei ihren Charakteren habe ich fast immer das Gefühl, dass sie mitten aus dem Leben gegriffen sind und das finde ich toll. Sydney mochte ich als Protagonistin ziemlich gerne, wenn ich auch nicht all ihre Entscheidungen immer ganz nachvollziehen konnte und zugegeben muss, dass sie neben Ridge ab und zu etwas untergegangen ist. Ridge ist nämlich ein mehr als außergewöhnlicher Charakter, der wahnsinnig interessant ist und dieser Geschichte etwas sehr Originelles gegeben hat. Ich möchte nicht zu viel über ihn verraten, deshalb sage ich nur so viel: Man muss ihn einfach lieben.

Die Geschichte an sich hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Colleen Hoover hat es geschafft, dass ich bis zum Schluss nicht wusste, wie die Geschichte von Sydney und Ridge ausgeht und ich mochte es, dass sie mit diesem Buch mal eine Liebesgeschichte der anderen Art geschrieben hat. Klar, Dreiecksgeschichten gibt es zu Haufe, doch jeder, der dieses Buch liest, wird schnell merken, dass diese hier ganz anders ist.

Trotz des vielen Lobes habe ich allerdings auch ein paar kleine Kritikpunkte. Wie ich schon weiter oben geschrieben habe, konnte ich das Verhalten von Sydney und auch teilweise von Ridge nicht immer ganz nachvollziehen. Was mich jedoch am meisten gestört hat, waren zwei Alkoholexzesse, die im Laufe der Geschichte vorkamen. Natürlich hat sich die Autorin etwas dabei gedacht, diese Szenen einzubauen, jedoch sollte meiner Meinung nach dann auch etwas kritischer damit umgegangen werden, vor allem da die Autorin ein ziemlich junges Publikum anspricht.
Außerdem ist mir die Lösung des Konflikts –  wenn sie so für mich auch nicht vorherzusehen war – etwas zu schnell gegangen und zu einfach erschienen. Ich konnte in diesem Moment die Entscheidungen der Charaktere nicht ganz nachvollziehen und hatte eher den Eindruck, dass die Autorin schnell zu dem Ende kommen wollte, das sie sich für ihre Geschichte gewünscht hatte. Das Ende an sich war dann allerdings wieder sehr emotional und stimmig.

Fazit

Auch mit „Maybe Someday“ hat es Colleen Hoover wieder geschafft, absolut authentische Charaktere zu erschaffen, die sich mit jeder Seite mehr in mein Herz geschlichen haben. Es gab mehrere Besonderheiten, die diese Geschichte wirklich zu einem einmaligen Leseerlebnis gemacht haben – der spezielle Soundtrack zum Buch ist dabei nur eine von vielen. 

Bewertung

 

Montag, 20. Februar 2017

Montagsfrage


Hallo meine lieben Bücherwürmer
heute gibt es wieder eine Montagsfrage für euch! Wenn ihr auch mitmachen möchtet oder euch die anderen Beiträge durchlesen wollt, dann schaut doch mal bei Buchfresserchen vorbei.

Gibt es ein Zitat aus einem Buch, das dir in letzter Zeit (oder überhaupt) im Gedächtnis geblieben ist?

Ich gehöre eigentlich nicht zu den Lesern, die sich aus jedem Buch mehrere Zitate herausschreiben, das passiert bei mir eher selten und auch nur dann, wenn mich ein Zitat wirklich berührt oder zum Nachdenken bringt. Als ich die heutige Frage gelesen habe, ist mir jedoch direkt ein Zitat in den Kopf geschossen, das mich schon damals beim Lesen sehr berührt hat und für mich persönlich immer noch zu den schönsten Zitaten zählt, die ich bisher in Büchern entdeckt habe.

"Wir zwei, lieber Freund, sind Sonne und Mond, 
sind Meer und Land. Unser Ziel ist nicht, ineinander 
überzugehen, sondern einander zu erkennen und einer im andern 
das sehen und ehren zu lernen, was er ist: des andern 
Gegenstück und Ergänzung."

Dieses Zitat stammt aus dem Buch "Narziß und Goldmund" von Hermann Hesse. Ich weiß, Klassiker sind nicht jedermanns Sache und ich selbst lese sie leider auch eher selten, aber dieses Buch ist meiner Meinung nach wirklich etwas Besonderes und falls ihr auf der Suche nach einem guten Klassiker seid, kann ich es euch nur ans Herz legen.

Ein weiteres Zitat, das so schön ist, dass ich es mir nach dem Lesen einfach herausschreiben musste, stammt aus "Tintenblut" von Cornelia Funke. 

"Ist es nicht seltsam, wie viel dicker ein Buch wird, wenn man es mehrmals liest? [...] Als würde jedes Mal etwas zwischen den Seiten kleben bleiben. Gefühle, Gedanken, Geräusche, Gerüche... Und wenn du dann nach vielen Jahren wieder in dem Buch blätterst, entdeckst du dich selbst darin, etwas jünger, etwas anders, als hätte das Buch dich aufbewahrt, wie eine gepresste Blüte, fremd und vertraut zugleich."

Ich denke, ich muss zu diesem Zitat nicht mehr viel sagen, jeder, der Bücher liebt, wird es sowieso verstehen. 



Donnerstag, 16. Februar 2017

Rezension zu "Wir zwei in fremden Galaxien" von Kate Ling



Ventura-Saga: Teil 1
Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (one by Lübbe) 
Erscheinungsdatum: 16. Februar 2017
Preis: 17,00 €
ISBN-10: 3846600415

Inhalt

„Die 17-jährige Seren lebt seit ihrer Geburt auf der Ventura und steht kurz vor der Abschlussfeier ihres Schuljahrgangs. An diesem Tag wird nicht nur entschieden, in welchem Bereich des Raumschiffs sie in Zukunft arbeiten soll, vor allem wird bekanntgegeben, wer aus dem aktuellen Jahrgang zu ihrem Lebenspartner ausgewählt wurde. Doch Seren hat ein Problem, denn sie hat sich verliebt. Mit dem spanischstämmigen Domingo, kurz Dom, erlebt sie echte Gefühle, das Herzklopfen der ersten Liebe. Doch beide wissen, dass sie damit gegen alle Regeln verstoßen und nur heimlich zusammen sein können. Als sich für das junge Paar eine Möglichkeit ergibt, das Raumschiff zu verlassen, muss Seren sich entscheiden. Will sie die sicheren Räume der Ventura verlassen, ohne zu wissen, ob sie außerhalb überleben können? Aber was ist die Alternative?“

Meine Meinung

Erst einmal möchte ich mich ganz herzlich bei dem ONE-Verlag für das Vorableseexemplar bedanken, ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut! 

Der Einstieg in das Buch ist mir total leicht gefallen, da die Autorin es schafft, den Leser während des Erzählens ganz nebenbei in die fremde Welt der Ventura einzuführen. Kate Lings Beschreibungen sind weder zu unpräzise noch zu detailliert, sodass ich beim Lesen stets ein inneres Bild vor Augen hatte. Ihren Schreibstil habe ich allgemein als locker und angenehm empfunden, und so hat sich die Geschichte auch sehr schnell und flüssig lesen lassen.

Schon auf den ersten Seiten wird klar, dass die Protagonistin Seren ein Charakter ist, der etwas Aufrührerisches an sich hat und viele Dinge, die von anderen einfach so hingenommen werden, kritisch sieht und hinterfragt. Jedoch wirkt sie nicht wie die typische, starke Rebellin, da sie zum einen unter psychischen Problemen leidet und zum anderen auch nicht direkt versucht, etwas zu verbessern, sondern eher relativ verbittert durchs Leben geht. Anfangs habe ich Seren noch sehr gemocht und gehofft, dass sich ihre Verbitterung irgendwann noch in Stärke verwandeln würde, doch mit der Zeit wurde sie mir zunehmend unsympathisch. Ihr Verhalten war mir einfach zu impulsiv und unüberlegt, wodurch sie nicht nur sich, sondern auch andere wiederholt in Gefahr gebracht hat.

Als Seren auf Dom trifft, lernt der Leser eine ganz andere Seite von ihr kennen. Dom weckt in ihr Gefühle, die sie vorher gar nicht kannte und schafft es damit, die Verbitterung erst einmal in den Hintergrund zu drängen. Dom ist ein ziemlich lebensfroher Charakter, den ich anfangs ganz interessant fand, jedoch hat die Autorin es leider nicht geschafft, ihn mir wirklich näher zu bringen und so hatte ich bis zum Schluss das Gefühl ihn gar nicht richtig zu kennen oder gar zu mögen.

Die Gefühle zwischen Seren und Dom entwickeln sich ziemlich rasant – etwas zu rasant für meinen Geschmack. Da die Liebesgeschichte in dem Buch einen sehr großen Raum einnimmt, hätte ich mir gewünscht, dass sich die Autorin etwas mehr Zeit für die Entwicklung dieser Romanze nimmt, denn so konnte ich Serens plötzliche Verliebtheit nicht ganz so gut nachvollziehen. Jedoch muss ich sagen, dass es der Autorin wahnsinnig gut gelungen ist, Serens Gefühle und Gedanken zu beschreiben, wodurch ich mich letzten Endes doch etwas besser in sie hineinversetzen konnte.

Die Nebencharaktere fand ich ziemlich interessant, da sie relativ vielschichtig sind, sodass ich sie anfangs gar nicht richtig einschätzen konnte und auch des Öfteren ziemlich überrascht wurde. Generell kann man sagen, dass die meisten Nebencharaktere erst einmal relativ unsympathisch wirken, im Laufe der Geschichte habe ich allerdings gemerkt, dass das vor allem an Seren und ihrer subjektiven Sichtweise liegt, durch die der Leser die Geschichte erfährt, und weniger an den Charakteren selbst. 

Was mir an dem Buch am besten gefallen hat, war die Geschichte der Ventura und ihr Gesellschaftssystem. Die Vorstellung, dass man sein ganzes Leben auf einem Raumschiff gefangen ist und dann auch noch vorgeschrieben bekommt, wen man heiraten soll, ist mehr als beklemmend. Diese dystopische Atmosphäre hat die Autorin sehr schön herausgearbeitet, jedoch hätte ich mir noch mehr Hintergrundinformationen zu diesem Gesellschaftssystem und auch zur Ventura gewünscht. Mir ist natürlich bewusst, dass es sich bei dem Buch um den ersten Teil einer Reihe handelt und es durchaus möglich ist, dass die Autorin uns bestimmte Informationen bewusst vorenthält, jedoch fand ich es einfach schade, dass der Fokus der Geschichte so stark auf der Romanze zwischen Seren und Dom und weniger auf der Ventura lag. Denn die Liebesgeschichte der beiden war für mich leider keineswegs besonders, die Situation auf dem Raumschiff allerdings schon.

Fazit

Eine interessante Science-Fiction-Geschichte mit einer speziellen Protagonistin. Der Fokus liegt meiner Meinung nach zu stark auf der Liebesgeschichte, die mich leider nicht wirklich berühren konnte, weshalb besonders der Mittelteil relativ zäh war. Jedoch waren der Beginn und das Ende des Buches dafür durchaus spannend und unterhaltsam.