Samstag, 11. März 2017

Rezension zu „Light & Darkness“ von Laura Kneidl



Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 28. Juli 2016
ISBN-10: 3551315949

Inhaltsangabe

„Die Existenz von Vampiren, Feen und anderen Paranormalen ist längst kein Geheimnis mehr. Doch ist es ihnen verboten, sich ohne die Begleitung des ihnen zugeteilten Delegierten in der Öffentlichkeit zu bewegen. Ausgerechnet bei der warmherzigen Light versagt jedoch das raffinierte Auswahlsystem: Ihr erster Paranormaler ist der rebellische und entgegen aller Regeln männliche Dämon Dante. Und schon bald muss sie sich fragen, ob sie ihn vor der Menschheit oder sich selbst vor ihm schützen muss…“

Meine Meinung

„Light & Darkness“ war mein erstes Buch von Laura Kneidl und ich muss gestehen, dass ich vorher gar nicht so genau wusste, um was es in der Geschichte geht. Das lag daran, dass ich das Buch vor längerer Zeit gewonnen hatte und vor dem Lesen bewusst den Klappentext nicht nochmal gelesen habe, da ich es sehr gerne mag, mich einfach – unvoreingenommen – in eine Geschichte fallen zu lassen. Und das macht einem die Autorin wahrlich nicht schwer.

Die Geschichte um Light  und Dante ist im Jahr 2047 angesiedelt, in einer Welt, in der die Existenz von paranormalen Wesen öffentlich bekannt ist. Alleine diese Idee finde ich schon genial, denn bisher habe ich ausschließlich Geschichten gelesen, die entweder komplett in einer phantastischen Welt spielen oder in der alles Paranormale eben im Verborgenen lebt. Mit der Grundidee hatte mich Laura Kneidl also auf jeden Fall schon mal für sich eingenommen. 

Auch ihren Schreibstil habe ich positiv wahrgenommen. Laura Kneidl hat als Erzählperspektive den personalen Erzähler gewählt, der die Ereignisse aus Lights Perspektive darstellt, was ich als gelungene Abwechslung zu der häufig verwendeten Ich-Perspektive empfunden habe. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig zu lesen und vermittelt doch alle wichtigen Emotionen, sodass ich mich stets gut in die Protagonistin hineinfühlen konnte. Das einzige, was ich vermisst habe, waren Details zu Lights Welt und den Schauplätzen. Da hätte man meiner Meinung nach – gerade weil die Geschichte in der Zukunft spielt – noch einiges herausholen können.

Light war mir als Protagonistin durchaus sympathisch, wobei sie für meinen Geschmack noch mehr Ecken und Kanten haben könnte. Dante mochte ich insgesamt noch lieber als Light, da er nicht nur schwarz oder weiß ist, sondern beide Seiten in sich vereint, wodurch er ziemlich interessant erscheint. Die Nebencharaktere sind mir bis zum Schluss leider etwas fremd geblieben, da hätte ich mir noch etwas mehr Lebendigkeit gewünscht.

Die Storyline konnte mich im Großen und Ganzen überzeugen. Durch die Beziehung zwischen Light und Dante war sowieso einige Spannung vorhanden, aber es gab auch noch andere Ereignisse, die ich durchaus fesselnd fand. Jedoch gab es leider keine überraschenden Wendungen oder Momente, die vollkommen unvorhergesehen daher gekommen wären. So wollte ich zwar schon wissen, wie es weitergeht, hatte aber auch kein Problem damit, das Buch mal für kurze Zeit aus der Hand zu legen, da hat dann der Suchtfaktor doch etwas gefehlt. Allem in allem hat mich die Geschichte aber gut unterhalten und es gab keine längeren Durststrecken, in denen ich mich gelangweilt hätte.

Soweit ich informiert bin, bleibt das Buch erst einmal ein Einzelband und vor dem Hintergrund muss ich sagen, dass ich mich das Ende nicht ganz zufriedenstellen konnte. Nach dem Lesen gab es einfach noch ein paar offene Fragen, deren Klärung mich ziemlich interessiert hätte. Aber wer weiß, vielleicht entscheidet sich die Autorin ja doch noch eines Tages eine Fortsetzung zu schreiben – ich würde sie auf jeden Fall lesen.

Fazit

„Light & Darkness“ verfügt über eine originelle Grundidee, deren Umsetzung der Autorin größtenteils sehr gut gelungen ist. Sowohl die Hauptcharaktere als auch die Storyline konnten mich überzeugen, jedoch hätte ich mir ein paar mehr Details in der Beschreibung des Settings und ein paar mehr überraschende Wendungen gewünscht. 

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