Mittwoch, 29. März 2017

Rezension zu "Morgen lieb ich dich für immer" von Jennifer L. Armentrout

Broschiert: 544 Seiten
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 13. März 2017
Preis: 12,99 €
ISBN-10: 3570311414
Hier geht's zum Buch 

Inhalt

Eine Liebe so groß wie die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft...
„Mallory und Rider kennen sich seit ihrer Kindheit. Vier Jahre haben sie sich nicht gesehen und Mallory glaubt, dass sie sich für immer verloren haben. Doch gleich am ersten Tag an der neuen Highschool kreuzt Rider ihren Weg – ein anderer Rider, mit Geheimnissen und einer Freundin. Das Band zwischen Rider und Mallory ist jedoch so stark wie zuvor. Als Riders Leben auf eine Katastrophe zusteuert, muss Mallory alles wagen, um ihre eigene Zukunft und die des Menschen zu retten, den sie am meisten liebt …“

Meine Meinung

Auf „Morgen lieb ich dich für immer“ habe ich aus zwei Gründen voller Vorfreude hin gefiebert: Zum einen gehört Jennifer L. Armentrout seit der Lux-Reihe zu meinen Lieblingsautorinnen und zum anderen habe ich schon als das Buch in den USA unter dem Titel „The problem with forever“ erschienen ist sehr viel Gutes darüber gehört.

Das deutsche Cover gefällt mir leider nicht ganz so gut wie das amerikanische, da die Personen, die zu sehen sind, auch nicht der Beschreibung im Buch entsprechen, aber das ist kein Kriterium, das meine Bewertung des Buches beeinflusst, da es natürlich in erster Linie um den Inhalt geht.

Die Geschichte startet mit einem kurzen, spannenden, aber auch düsteren Rückblick, woraufhin dann mehrere Jahre nach vorne in die Gegenwart gesprungen wird. Diese erscheint erst mal sehr positiv, doch dem Leser wird schnell klar, dass Mallory, aus deren Perspektive die gesamte Geschichte erzählt wird, einigen Ballast mit sich herumschleppt. Mich persönlich haben die Rückblenden sehr neugierig gemacht, da sie dem Leser häppchenweise vor Augen führen, wie es dazu gekommen ist, dass Mallory jetzt so ist wie sie eben ist. Aber auch die Erzählung um Mallorys Gegenwart bietet durchaus Spannung, da sich die Protagonistin sozusagen in einer Umbruchphase befindet. Diese von Beginn an vorhandene Grundspannung und auch Jennifer L. Armentrouts lockerer und flüssiger Schreibstil haben dazu geführt, dass sich das Buch sehr angenehm hat lesen lassen und auch keine längeren Durststrecken aufgekommen sind.

Mallory fand ich als Protagonistin sehr interessant, da ich bisher noch keine Geschichte gelesen habe, in der der Hauptcharakter mit solchen psychischen Problemen zu kämpfen hatte wie es bei Mallory der Fall ist. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber ich finde, dass es der Autorin sehr gut gelungen ist, Mallorys Ängste, Gedanken und Gefühle zu transportierten, sodass ich mich sehr gut in sie hineinversetzen konnte. Und auch mit Rider ist der Autorin ein außergewöhnlicher Charakter gelungen, der ebenfalls mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen hat und den ich mit jeder Seite mehr mochte.

Die Nebencharaktere waren allesamt gut ausgearbeitet, sodass es mir nicht wie in manch anderen Geschichten so vorkam als wären sie nur blasse Randfiguren, im Gegenteil, ich hatte nach dem Lesen das Gefühl sie ganz gut zu kennen. Besonders Mallorys Freundin Ainsley mochte ich sehr.

Wie ich bereits geschrieben habe, war eine Grundspannung von Anfang an da und auch während dem weiteren Verlauf hat mich das Buch stets gut unterhalten, allerdings gab es keine überraschenden Wendungen, die mich völlig umgehauen hätten. So habe ich die Geschichte zwar gerne gelesen, richtig fesseln konnte sie mich bis zum Schluss allerdings nicht. Auch das Ende war relativ vorhersehbar, allerdings war es trotzdem zufriedenstellend für mich.

Mein größter Kritikpunkt an der Geschichte ist, dass mich die Liebesgeschichte leider nicht in dem Maße berühren konnte, wie ich es mir gewünscht hätte und ich die Vergangenheit von Mallory eigentlich noch viel interessanter fand als ihre Gegenwart. Da der Fokus der Geschichte allerdings deutlich auf der Gegenwart liegt, kamen leider ein paar Dinge zu kurz, die ich noch gerne über Mallorys Kindheit erfahren hätte.

Was mich an der Geschichte wohl am meisten berührt hat war eine persönliche Erfahrung der Autorin, die sie in die Geschichte miteinfließen ließ. Obwohl die Thematik innerhalb der Geschichte insgesamt nur wenig  Platz eingenommen hat, ist es Jennifer L. Armentrout dadurch gelungen, mich nachdenklich zu machen, sodass ich nach dem Lesen sogar darüber recherchiert habe.

Fazit

Eine tiefsinnige und interessante Geschichte über Verletzungen, die so tief gehen, dass man sie niemals ganz loswerden kann, und über die Stärke, trotzdem damit weiterzuleben und Schritt für Schritt die Macht über das eigene Leben wieder zurückzuerlangen. Durch die Liebesgeschichte zwischen Mallory und Rider gewinnt das Buch an Leichtigkeit, allerdings hätte ich gerne noch mehr über Mallorys Vergangenheit erfahren und mir noch mehr Spannung gewünscht.
Allem in allem hat Jennifer L. Armentrout eine Geschichte geschrieben, die einzigartig und trotz aller Dunkelheit, die darin vorkommt, auch sehr ermutigend ist, sodass ich sie nur weiterempfehlen kann.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen