Mittwoch, 24. Mai 2017

Rezension zu "For Good - Über die Liebe und das Leben"



For good - Über die Liebe und das Leben


Autorin: Ava Reed
Taschenbuch: 200 Seiten
Verlag: Drachenmond-Verlag
Erscheinungstermin: 23. Mai 2016
Preis: 12,00 €
ISBN-10: 3959919611



Inhalt

"Was würdest Du tun, wenn Du das verlierst, was Deinem Leben einen Sinn gab? Das, was Du mehr als alles andere auf dieser Welt geliebt hast. Würdest Du aufgeben? Nach dem Tod ihrer großen Liebe Ben, beginnt Charlie in Trauer zu versinken. Immer wieder erinnert sie sich an die vergangenen Zeiten, in denen sie ihn kennen- und lieben lernte. Doch der Verlust droht sie zu ersticken und blind zu machen für das, was das Leben ausmacht. Charlie zieht sich völlig zurück und beginnt zu verstehen, dass nichts je wieder so sein wird wie es einmal war."
 

Meine Meinung

„For Good“ ist nach „Mondprinzessin“ mein zweites Buch von Ava Reed gewesen. Schon in „Mondprinzessin“ ist mir ihr gefühlvoller Schreibstil aufgefallen und da mich sowohl der Klappentext wie auch das Cover von „For Good“ sehr angesprochen haben, war klar, dass ich auch dieses Buch von ihr lesen musste.

Der erste Eindruck war also schon einmal sehr positiv und auch der erste Blick ins Innere war Vielversprechend. Wie beim Drachenmond Verlag üblich, sind auch die Buchseiten von „For Good“ wunderschön verziert, was ich sehr ansprechend finde.

Die einzelnen Kapitel wechseln immer zwischen Gegenwart und Erinnerung. Während die Gegenwart nach dem Tod Bens angesiedelt ist, erzählen die Kapitel, in denen es um Charlies Erinnerung geht, die komplette Liebesgeschichte von ihr und Ben, angefangen mit dem ersten Kennenlernen. Dieser stetige Wechsel hat mir sehr gut gefallen, gerade auch weil Erinnerung und Gegenwart meist sehr geschickt miteinander verknüpft wurden. Da der Leser allerdings die ganze Zeit über schon weiß, dass Charlie Ben verlieren wird, hat die Liebesgeschichte einen bittersüßen Beigeschmack.

Was ich besonders schön finde, ist, dass die Autorin vor jedem Gegenwarts-Kapitel ein passendes Zitat ausgewählt hat. Außerdem finde ich Ava Reeds Schreibstil, wie schon gesagt, sehr berührend und gerade in „For Good“ teilweise auch poetisch, wobei es ihr auch stets gelingt, das richtige Maß zu halten, sodass ihre Worte nie schwülstig oder abgedroschen klingen. Hier ist eine meiner Lieblingsstellen:

„Der Sturm, der in meinem Leben wütet, kam schnell, unerwartet und er hat alles zerstört, was er finden konnte. Jetzt stehe ich hier zwischen den Scherben, erstaunt darüber, dass alles, was ich sehe, mal etwas war, das mir viel bedeutete. Doch was nützt einem alles, was man hat, was interessiert einen , was geblieben ist, wenn das, was man am meisten braucht, vom Sturm mitgerissen wurde …“

Kommen wir zu Charlie und Ben. Um es kurz zu sagen: Die beiden sind für mich ein Traumpaar wie aus dem Bilderbuch. Oder aus einem Nicholas Sparks-Roman – und ich muss sagen, dass mich ihre Liebesgeschichte von der Stimmung her teilweise tatsächlich an seine Bücher erinnert hat.
Sowohl Charlie als auch Ben sind absolut sympathisch und bodenständig. Da die Geschichte aus Charlies Perspektive erzählt wird, bekommt der Leser einen ausführlichen Einblick in ihre Gedankenwelt und in ihr Gefühlsleben und die Autorin macht es einem wirklich nicht schwer, sich in Charlie hineinzuversetzen. Doch auch zu Ben habe ich durch Charlies Perspektive einen Zugang bekommen und ihn ziemlich schnell ins Herz geschlossen.
Wie ich schon geschrieben habe, war ihre Liebesgeschichte für mich wie aus dem Bilderbuch – absolut perfekt. Das einzige Manko dabei ist, dass sie mir besonders zu Beginn auch etwas unrealistisch erschien, aber das hat sich im Laufe der Geschichte zum Glück gebessert.

Die Handlung ist, da man von Beginn an natürlich weiß, dass Ben nicht mehr lebt, erst einmal ziemlich vorhersehbar, aber dennoch konnte mich die Geschichte fesseln, da ich die Erzählung vom Kennenlernen und dem Anfang von Bens und Charlies Beziehung so schön fand. Im weiteren Verlauf – auch in den Kapiteln, die von der Gegenwart erzählen – war mir die Handlung dann aber doch zu vorhersehbar. Es gab zwar Wendungen und Überraschungen, doch die waren für mich allesamt vorhersehbar und teilweise leider auch ein wenig klischeehaft.

Fazit

„For Good“ erzählt von einer großen Liebe, dem Verlust dieser Liebe und dem Leben danach. Die Geschichte lebt von dem gefühlvollen Schreibstil der Autorin und den absolut sympathischen Charakteren, die ich schnell ins Herz geschlossen habe. Auch wenn die Handlung relativ vorhersehbar war, hat mir die Geschichte gut gefallen und ich kann sie allen, die Lust auf eine Geschichte mit einer ordentlichen Portion Herzschmerz haben, nur empfehlen. 

Kommentare:

  1. Hey :)

    Eine wirklich tolle Rezi :) Das Buch landet gleich mal auf meiner WULI :)
    Wünsche dir noch ein schönes Restwochenende.

    LG TE

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    1. Huhu Te :)

      danke dir, das freut mich sehr!

      Ganz liebe Grüße
      Alena

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