Donnerstag, 29. Juni 2017

Die Dreizehnte Fee: Erwachen [Rezension]



Daten & Fakten

Trilogie: Band 1
Taschenbuch: 212 Seiten
Verlag: Drachenmond-Verlag
Erscheinungsdatum: 15. Oktober 2015
Preis: 12,00 €
ISBN-10: 3959911319
Hier geht's zum Buch

Inhalt


„Ich bin nicht Schneewittchen.
Ich bin die böse Königin.


Für tausend Jahre schlief die Dreizehnte Fee den Dornröschenschlaf, jetzt ist sie wach und sinnt auf Rache. Eine tödliche Jagd beginnt, die nur einer überleben kann. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Hexenjäger erkundet sie eine Welt, die ihr fremd geworden ist. Und sie lernt, dass es mehr gibt als den Wunsch nach Vergeltung.

»Kennst du das Märchen von Hänsel und Gretel?«, frage ich flüsternd. Er braucht mir nicht zu antworten, er weiß, dass nicht alle Märchen wahr sind. Nicht ganz zumindest.
Es gibt keine Happy Ends, es gab sie nie. Für keine von uns.“  



Meine Meinung

„Die Dreizehnte Fee“ ist eine Reihe, auf die ich schon 2015 durch den LovelyBooks Leserpreis aufmerksam wurde, da der zweite Teil der Trilogie in diesem Jahr den dritten Platz in der Sparte „Fantasy & Science Fiction“ belegt hat. Als dann der dritte Teil im darauffolgenden Jahr ebenfalls diesen Platz für sich beansprucht hat, war endgültig klar, dass ich die Reihe mal genauer unter die Lupe nehmen muss.

Da ich ein großer Märchenfan bin, hat mich die Inhaltsangabe sofort angesprochen und das Cover ist natürlich sowieso ein absoluter Blickfang. Durch die goldenen Ranken im Zentrum, die mich sehr an einen Spiegel erinnern, und die Elemente einer Brombeerhecke wird hier direkt ein Märchenbezug hergestellt. Ich empfinde es immer als großen Pluspunkt, wenn das Cover eines Buches so wunderbar auf die Geschichte abgestimmt ist.
Cover und Inhaltsangabe konnten mich also vollkommen überzeugen, weshalb klar war, dass ich das Buch unbedingt lesen muss. Jetzt, zwei Jahre nachdem ich auf die Reihe aufmerksam wurde, durfte das erste Buch endlich bei mir einziehen und die Neugier auf die Geschichte war nach wie vor extrem hoch.

Als ich das Buch dann endlich in die Hand nahm, um mit der Geschichte zu starten, stellte ich schnell fest, dass das Buch auch im Inneren illustrationsmäßig einiges zu bieten hat. Auf jeder Seite finden sich die Brombeerhecken-Elemente des Covers wieder und zwischen den einzelnen Kapiteln gibt es hin und wieder noch wunderschöne Zeichnungen, die perfekt zu der düsteren Atmosphäre der Geschichte passen. 

Die Geschichte setzt mit einem Prolog ein, wobei sich die Autorin allerdings nicht lange mit Erklärungen und gleichem aufhält, sondern den Leser direkt in das Geschehen hineinwirft. Dies sorgte dafür, dass ich auf den ersten Seiten etwas verwirrt war, baute aber gleichzeitig direkt zu Beginn eine gute Portion Spannung auf. Schon auf den ersten Seiten ist mir aufgefallen, dass Julia Adrians Schreibstil hervorragend zur Geschichte passt. Ihre Ausdrucksweise ist schon an sich sehr mystisch, wodurch die magische Stimmung im Buch noch einmal unterstrichen wird. Außerdem schreibt sie sehr bildlich und schafft es ganz nebenbei, ohne sich dafür mit längeren Erklärungen aufhalten zu müssen, der Umgebung einen märchenhaften Charme zu verleihen.

Schnell wird klar, dass es sich bei „Die Dreizehnte Fee“ um eine ganz besondere Märchenadaption handelt, denn die Märchen, die in die Geschichte einfließen, sind zwar allesamt sehr bekannt, wurden von der Autorin allerdings auf eine ganz neue Art verändert und miteinander verknüpft. Diese Veränderungen fand ich sehr interessant und spannend und ich mochte auch die düstere Note, die sie den Märchen verliehen hat, allerdings muss ich sagen, dass ich an einigen Stellen das Gefühl hatte, nicht richtig durchzublicken, was die Autorin mit ein paar Hintergrundinformationen mehr leicht hätte vermeiden können.

Die dreizehnte Fee ist eine sehr komplexe Figur. Erwartet man aufgrund des Klappentextes vielleicht noch, dass sie die reine Ausgeburt des Teufels ist, wird im Laufe der Geschichte schnell klar, dass sie auch eine andere Seite hat. Ihr Charakter ist zugleich Gut UND Böse, was dazu geführt hat, dass ich bis jetzt nicht so recht weiß, was ich von ihr halten soll. Dies ist jedoch keinesfalls negativ zu werten, da ich diese komplexe Figur als willkommene Abwechslung von einer Masse aus einfältigen Charakteren empfinde und umso gespannter darauf bin, wie es mit ihr weitergeht.

Der Hexenjäger ist ein ebenso undurchschaubarer Charakter wie die dreizehnte Fee, nur dass ich für ihn bis jetzt noch keine wirklichen Sympathien entwickeln konnte. Ich empfand seine Handlungen an einigen Stellen als sehr widersprüchlich und erhoffe mir, ihn im nächsten Teil der Reihe etwas besser kennenzulernen.

Mit am besten hat mir die phantastische Welt gefallen, die Julia Adrian erschaffen hat. Die Schauplätze wirkten sehr magisch und zauberhaft, aber auch düster und gruselig. Auf jeden Fall hatte ich stets ein genaues Bild vor Augen und brenne darauf mehr über diese Welt zu erfahren.

Mein größter Kritikpunkt ist wohl, dass mir vieles zu schnell ging. Wie schon erwähnt, hätte ich mir an der einen oder anderen Stelle mehr Hintergrundwissen gewünscht und  viele Szenen hätten noch vertieft werden können, da ich das Gefühl hatte, dass die Autorin an manchen Stellen regelrecht durch die Geschichte gehetzt ist und damit ganz viel Potenzial ungenutzt geblieben ist. Jedoch sind dadurch natürlich überhaupt keine Leerläufe entstanden, in denen die Spannung abgeflacht wäre, was wiederum ein Pluspunkt war.

Fazit

Mit „Die Dreizehnte Fee: Erwachen“ ist Julia Adrian eine spannende und düstere Geschichte gelungen, in der wir den altbekannten Märchen auf ganz neue Art und Weise begegnen. Die phantastische Welt, die die Autorin in ihrem Werk erschaffen hat, versprüht jede Menge magischen Charme und wird sehr bildhaft dargestellt. Teilweise wirkte es so, als hetze die Autorin etwas zu schnell von einem Ereignis zum nächsten, wodurch sie meiner Meinung nach etwas Potenzial verschenkt hat, andererseits gab es dadurch in dieser Geschichte überhaupt keinen Leerlauf, in dem Langeweile hätte aufkommen können. „Die Dreizehnte Fee: Erwachen“ ist damit zwar eine eher kurzweilige Geschichte, dennoch aber absolut lesenswert, zudem es ja noch zwei weitere Teile gibt, in denen wir mehr über die Welt der dreizehnten Fee erfahren werden.

Bewertung

Montag, 26. Juni 2017

Neuerscheinungen - Juli 2017

Hey ihr Lieben!
Auch im Juli erscheinen wieder einige tolle Bücher auf dem Markt. Auf welche ich mich besonder freue, zeige ich euch in diesem Blogbeitrag. Viel Spaß beim Stöbern!

 

Infiziert von Teri Terry


"Unaufhaltsam schleicht sich der Tod von Haus zu Haus, von Stadt zu Stadt und selbst wenn er dich verschont, wirst du nie wieder sein, wie zuvor. Shay ist schockiert, als sie die 12-jährige Callie auf einer Vermisstenanzeige wiedererkennt. Vor über einem Jahr ist sie dem Mädchen begegnet und dabei offenbar Zeugin einer Entführung geworden. Zusammen mit Callies Halbbruder Kai macht sie sich auf die Suche – nicht ahnend, welche Katastrophe bereits auf das ganze Land zurollt. Denn Callie wurde nicht nur entführt, sondern als Forschungsobjekt missbraucht. Und der Erreger, mit dem das Mädchen infiziert wurde, breitet sich nun in Großbritannien aus. Als auch Shay plötzlich Symptome der tödlichen Krankheit zeigt, beginnt für sie und Kai ein Wettlauf gegen die Zeit ... Innovativer Genre-Mix im Jugendbuch: Endzeitthriller mit paranormalen Scifi-Elementen. Hochaktuelles Thema: Epidemien in einer globalisierten Welt."
Hier geht's zum Buch



Schattenthron - Das Mädchen mit den goldenen Augen von Angelika Diem


"Rahels Familie leidet wie die anderen Bewohner des Dorfs unter den immer brutaler werdenden Übergriffen der königlichen Soldaten und der hohen Steuerlast. Zudem hütet sie ein lebensgefährliches Geheimnis. Als es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gelüftet wird, flieht Rahel und verdingt sich als Küchenhilfe am Königshof. Doch schon bald gerät sie ins Visier dunkler Machenschaften und muss ihr Geheimnis erneut preisgeben, um sich, ihre junge Liebe und die Bewohner des Königreichs zu retten.
Verwandlungen, finstere Intrigen und die Macht der wahren Liebe!"
Hier geht's zum Buch


Bad Boys & Little Bitches von Andreas Götz


"Beste Freunde, ein Leben lang – das haben Lissy, Finn, Elif und Leon sich geschworen. Leider haben sie nicht mit Vanessa gerechnet. Die Neue in der Stufe wickelt alle um den Finger, da verblassen alte Schwüre. Schon bald kennt sie selbst die dunkelsten Geheimnisse und jede verbotene Sehnsucht. Aber wehe, man stellt sich gegen sie. Denn merke: Vanessa vergisst nichts und sie verzeiht nie! Und sie weiß genau, wie sie jeden der Freunde vernichten kann. Doch auf der Party des Jahres verliert sogar sie die Kontrolle…

Geheimnisse, Verrat, verbotene Liebe – ein Serienauftakt mit allem, was das Leben aufregend macht!"
Hier geht's zum Buch






Will und Layken - Eine große Liebe von Colleen Hoover

 

Sammelband: Teil 1-3
"Was, wenn du die große Liebe triffst und das Leben dazwischenkommt?
Nach dem Unfalltod ihres Vaters zieht die 18-jährige Layken mit ihrer Mutter und ihrem Bruder von Texas nach Michigan. Nie hätte Layken gedacht, dass sie sich dort bereits am ersten Tag Hals über Kopf verliebt. Und dass diese Liebe mit derselben Intensität erwidert wird. Es sind die ganz großen Gefühle zwischen Layken und Will. Das ganz große Glück - drei Tage lang. Denn dann stellt das Leben sich ihrer Liebe mit aller Macht in den Weg…"
Hier geht's zum Buch


The Hate U Give von Angie Thomas


"Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen..."
Hier geht's zum Buch


Schicksalsbringer - Ich bin deine Bestimmung von Stefanie Hasse


Dilogie: Band 1
"Kiera war noch ein kleines Mädchen, als ihr ein unheimlicher Mann auf dem Jahrmarkt eine geheimnisvolle Münze zusteckte. Jahre später findet sie die Münze beim Aufräumen wieder und verletzt sich daran. Von da an steht Kieras Leben Kopf: An der Schule tauchen die geheimnisvollen Zwillingsbrüder Phoenix und Hayden auf. Und Phoenix – unfreundlich, überheblich, aber wahnsinnig attraktiv – behauptet, Kiera könne mit der Münze das Schicksal beeinflussen. Und daher dürfe er nun einen ganzen Mondmonat lang nicht mehr von ihrer Seite weichen ..."
Hier geht's zum Buch

Fangirl von Rainbow Rowell


"Die Zwillinge Cath und Wren sind unzertrennlich, bis Wren beschließt, dass ihr Jungen und Partys wichtiger sind als das gemeinsame College-Zimmer. Ein harter Schlag für Cath, die sich immer weiter in ihre Traumwelt zurückzieht: Beim Lesen und Schreiben von Fanfiction lebt sie ihre Vorstellungen von Liebesbeziehungen aus. Mit Erfolg – Tausende Leser folgen ihr. Doch als Cath dann Nick und Levi näher kennenlernt, muss sie sich fragen, ob sie nicht langsam bereit ist, ihr Herz echten Menschen zu öffnen und über Erfahrungen zu schreiben, die größer sind als ihre Fantasien. Ein mitreißendes Jugendbuch von Bestsellerautorin Rainbow Rowell über die erste Liebe – in der Fantasie und im echten Leben."
Hier geht's zum Buch

Auf ewig dein von Eva Völler


Reihe: Band 1
"Anna und Sebastiano sind zurück! Das Traumpaar der Zeitenzauber-Trilogie ist nach vielen bestandenen Abenteuern zu Zeitreiseprofis gereift. Grund genug, um eine eigene Zeitreiseschule in Venedig zu gründen. Dem Ort, wo die Liebe und die Reisen durch die Zeit ihren Anfang fanden.
Ihre ersten beiden Novizen sind die verführerische Fatima, ein Haremsmädchen aus dem 13. Jahrhundert, und der draufgängerische Ole, Sohn eines Wikingerhäuptlings. Die erste gemeinsame Mission zum Hofe Heinrichs des Achten gerät aber zum Debakel. Anna und Sebastiano haben alle Hände voll zu tun, ihre Zöglinge zu bändigen, als ein unerwarteter Besucher aus der Zukunft auftaucht und einen grausamen Tribut von Anna fordert: »Opfere deine große Liebe, damit die Zukunft fortbestehen kann!«"
Hier geht's zum Buch



Wacholdersommer von Antje Babendererde


Dieses Buch erschien bereits unter dem Titel "Zweiherz"

"Die 17-jährige Halbindianerin Kaye war schon als Kind in Will verliebt, den Enkel eines benachbarten Schafzüchters und Silberschmieds, doch dann geschah etwas Schreckliches. Als der 19-jährige Will nach fünf Jahren Gefängnis plötzlich wieder auftaucht, ist Kaye ratlos: Ihre Briefe hat er nicht einmal gelesen – und doch kann sie nicht glauben, dass er getan hat, wofür er angeklagt wurde. Außerdem ist da noch immer die unverminderte Anziehungskraft zwischen den beiden ..."
Hier geht's zum Buch




Beautiful Idols - Die Nacht gehört dir von Alyson Noël


Reihe: Teil 1

"Mach diesen Sommer einen der Unrivaled-Clubs zum Hotspot der Stars und sichere dir die Chance auf einen unglaublichen Geldgewinn!
Drei sehr unterschiedliche Jugendliche folgen der Aufforderung und hoffen auf die Erfüllung ihres größten Traums – aber sie ahnen nicht, wie hart das schimmernde Parkett wirklich ist, auf dem sie sich bewegen müssen. Wie weit werden sie gehen, um zu gewinnen?"
Hier geht's zum Buch








Die "Will und Layken"-Reihe habe ich zwar schon gelesen, aber ich dachte, ich packe den Sammelband trotzdem mal mit rein, weil es einfach für alle, die die Reihe noch nicht im Regal stehen haben, ein super Angebot ist!
Besonders gespannt bin ich schon auf "The Hate U Give", weil ich schon wahnsinnig viel Gutes darüber gehört habe!
Auf welche Neuerscheinung freut ihr euch besonders?

Dienstag, 20. Juni 2017

Wenn du mich siehst [Rezension]

Daten & Fakten

Autor: Nicholas SparksGebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungsdatum: 8. März 2016
Preis: 19,99 €
ISBN-10: 3453268768
Hier geht's zum Buch

Inhaltsangabe

"Mitten auf einer einsamen nächtlichen Landstraße bleibt Marias Auto liegen. Ein Wagen hält, ein bedrohlich aussehender, muskelbepackter Mann steigt aus – und wechselt ihr freundlich den Reifen. Colin Hancock hat schon viele dumme Entscheidungen in seinem Leben getroffen und bitter dafür büßen müssen, eine Beziehung ist das Letzte, was er sucht. Doch so wenig Maria und Colin zusammenzupassen scheinen und so sehr sie sich auch dagegen wehren: Sie verlieben sich rettungslos ineinander. Aber ihnen droht größte Gefahr, denn ein finsteres Kapitel aus ihrer Vergangenheit holt Maria ein und lässt sie um ihr Leben fürchten. Werden die alten Dämonen alles zerstören, oder kann ihre Liebe Colin und Maria in der dunkelsten Stunde retten?"

Meine Meinung


Ich habe bisher wohl von keinem Autor so viele Bücher gelesen wie von Nicholas Sparks. Besonders in meiner Teenagerzeit haben es mir Bücher wie „Wie ein einziger Tag“ und „Zeit im Wind“ sehr angetan und seit dem lese ich auch mindestens einmal im Jahr noch einen Sparks. Ich liebe die Mischung aus Herzschmerz, Sommerstimmung und ganz großen Gefühlen, die seine Bücher bereithalten. Umso gespannter war ich natürlich auch auf das im letzten Frühjahr erschiene Werk „Wenn du mich siehst“, doch wie das immer so ist, gibt es noch unzählige andere Bücher auf dem SuB, die gelesen werden wollen und die ein oder andere Neuerscheinung muss erst einmal warten. Doch in diesem Monat war es endlich so weit und „Wenn du mich siehst“ durfte bei mir einziehen, an dieser Stelle auch noch einmal vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!

Der erste Eindruck des Buches war durchaus positiv. Das Cover ist meiner Meinung nach wunderschön und versprüht direkt eine gehörige Portion Sommer, Sonne, Sonnenschein. Da ich, als das Buch bei mir ankam, gerade wahnsinnig Lust auf eine schöne Sommerlektüre hatte, habe ich auch nicht lange gefackelt und direkt mit dem Lesen begonnen.

Die Geschichte setzt direkt mit einem fesselnden Prolog ein, bei dem der Leser auf einen Unbekannten trifft, der eine junge Frau beobachtet und dabei starke Rachegedanken hegt. Was es genau damit auf sich hat, bleibt jedoch erst einmal offen, wodurch gleich zu Beginn des Buches eine gewisse Grundspannung herrscht.

Im darauffolgenden Kapitel lernt man Colin kennen. Ziemlich schnell wird klar, dass er ein sehr spezieller Protagonist mit einer dunklen Vergangenheit ist, doch je mehr man über ihn erfährt, umso deutlicher wird, dass er eigentlich ein gutes Herz hat und alles daran setzt, nicht mehr der zu sein, der er früher einmal war. Nicht selten kommt ihm dabei allerdings sein aufbrausendes Temperament in die Quere.
Kurz darauf begegnet der Leser auch Maria. Sie ist durch ihre zurückhaltende und brave Art auf den ersten Blick das komplette Gegenteil von Colin, doch im Laufe der Geschichte wird klar, dass die beiden doch einige Gemeinsamkeiten haben und besser zusammen harmonieren als ihre erste Begegnung vermuten lassen würde. Maria hat deutlich weniger Ecken und Kanten als Colin, wirkt jedoch trotzdem glaubhaft, wenn vielleicht auch ein wenig blasser neben Colin.
Die Geschichte wird übrigens von einem auktorialen Erzähler erzählt, sodass der Leser sowohl einen Einblick in Marias als auch in Colins Gefühle und Gedanken bekommt, wobei das immer kapitelweise wechselt.

Wie immer ist der Schreibstil von Nicholas Sparks sehr flüssig und angenehm zu lesen, worin sich dieses Werk allerdings von den meisten seiner anderen Bücher unterscheidet sind die starken Thrillerelemente, die er hier eingebaut hat. Es gibt zwar auch einige andere Bücher von ihm, die über Thrillerelemente verfügen, doch in diesem Buch haben sie zumindest im zweiten Teil der Geschichte stark über die Liebesgeschichte dominiert. Und hier komme ich auch schon zu einem meiner Kritikpunkte. Wie schon geschrieben erwarte ich von einem Nicholas Sparks Roman Herzschmerz, Romantik und eben die ganz großen Gefühlen und genau das kam mir in diesem Buch etwas zu kurz. Und auch mit den Thrillerelementen war ich nicht ganz zufrieden. Wenn sie schon einen so großen Raum einnehmen, würde ich mir noch mehr Spannung und Unvorhersehbarkeit wünschen, in diesem Fall waren sie nämlich leider eher lasch.

Der Spannungsbogen hat sich direkt von Beginn des Buches bis zum Schluss hin aufgebaut, wobei sich der Mittelteil etwas gezogen hat. Anfang und besonders Schluss der Geschichte waren jedoch ziemlich fesselnd. Auch wenn ich vergeblich auf einen überraschenden Plottwist gewartet habe, war das Ende für mich in dieser Form jedoch nicht vorhersehbar, aber durchaus schlüssig, was dem Buch noch mal einen dicken Pluspunkt eingebracht hat.

Was ich ein wenig schade fand, war, dass das Buch deutlich weniger Sommerstimmung versprüht hat als ich es sonst von Nicholas Sparks gewohnt bin. Die zweite Hälfte der Geschichte war eher im Herbst angesiedelt, was nicht ganz zu dem Cover passt, dass eine gewaltige Portion Sommerstimmung versprüht.

Fazit

„Wenn du mich siehst“ unterscheidet sich in gewissen Punkten deutlich von den anderen Werken des Autors. Zum einen verfügt es über starke Thrillerelemente, hinter denen die Liebesgeschichte teilweise eher in den Hintergrund tritt und zum anderen geht auch die für seine Bücher sonst so typische Sommerstimmung etwas unter. Jedoch konnten mich die Charaktere und das in sich schlüssige Ende des Buches, wie natürlich auch der gewohnt flüssige Schreibstil des Autors überzeugen.
Insgesamt verfügt das Buch über eine solide Geschichte, die vor allem im letzten Drittel durchaus spannend ist und mich gut unterhalten hat.

Bewertung 

Montag, 19. Juni 2017

Montagsfrage

Hallo ihr Lieben!
heute ist es wieder an der Zeit für eine neue Montagsfrage von der lieben Buchfresserchen.
Gibt es manchmal Bücher, bei denen du zögerst sie zu lesen, obwohl du sie eigentlich unbedingt lesen willst?

Die gibt es bei mir definitiv und zwar aus zwei Gründen.

Der häufigste Grund ist wohl, dass ich verhindern möchte, dass eine meiner Lieblingsreihen so schnell endet und das Lesen der einzelnen Bände deshalb bewusst hinauszögere. Das ist zum Beispiel bei Harry Potter der Fall. Die meisten können nicht verstehen, dass ich nicht alle Teile hintereinander verschlinge, aber ich möchte eben besonders lange etwas von der Reihe haben, auch wenn das nicht unbedingt ganz logisch ist. Jetzt habe ich allerdings auch nur noch den letzten Teil der Reihe vor mir und bin mir sicher, dass ich ihn spätestens diesen Herbst lesen werde. Und ihr wisst ja: Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude!

Ein anderer Grund, weshalb ich das Lesen von Büchern manchmal hinauszögere, ist, dass ich Bücher immer sehr gerne passend zur Jahreszeit lese. Das trifft natürlich nicht auf alle Bücher zu, aber ein Buch, das nur so vor Sommer und Sonnenschein strotzt, würde ich zum Beispiel nie im Winter lesen, egal wie sehr ich mich darauf freue. Das hängt auch ein wenig mit meiner Überzeugung zusammen, dass, ob ein Buch einen begeistern kann oder nicht, auch immer stark davon abhängt, ob man während dem Lesen in der passenden Stimmung dafür ist.

Wie geht es euch? Zögert ihr auch manchmal das Lesen eine Buches hinaus, obwohl ihr es eigentlich unbedingt lesen wollt?

Mittwoch, 7. Juni 2017

Rezension zu "Der Kuss der Lüge" von Mary E. Pearson



Der Kuss der Lüge

Die Chroniken der Verbliebenen: Band 1
Autorin: Mary E. Pearson
Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 16. Februar 2017
ISBN-10: 3846600369
Hier geht's zum Buch


Inhalt

"Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch das Mädchen entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Die beiden sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt Lia sich zu beiden hingezogen ..."

Meine Meinung

Als ich das erste Mal den Klappentext von „Der Kuss der Lüge“ durchgelesen hatte, war ich sehr skeptisch, ob die Geschichte etwas für mich ist und habe erst einmal die Finger davon gelassen. Nachdem ich dann aber auf YouTube eine Rezension von Lucie Kallies dazu gesehen habe, wurde ich neugierig, da sie total begeistert von dem Buch war und die Geschichte ganz anders beschrieben hatte, als ich sie mir zuerst vorgestellt hatte. Also habe ich kurzerhand bei ihrem Gewinnspiel mitgemacht und - ich konnte es erst gar nicht glauben - tatsächlich gewonnen. Und ganz ehrlich, ich kann euch jetzt schon sagen: Ich bin so froh darüber, dass dieses Buch auf diesem Weg doch noch zu mir gefunden hat!

Als ich dann das Buch in den Händen hielt, war der erste Eindruck mehr als positiv. Das Cover gefiel mir schon auf den ersten Blick total gut und sieht durch die silberne Prägung in natura sogar noch schöner aus als auf dem Bild. Wer mich kennt, weiß, dass ich ein Fan von Karten in Büchern bin und in diesem Buch ist ein besonders schönes Exemplar zu finden, wie ihr auf dem Bild rechts sehen könnt.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht, was wohl vor allem an dem tollen Schreibstil der Autorin lag. Mary E. Pearson schreibt absolut stimmungsvoll und flüssig, sodass die Seiten nur so dahin geflogen sind und ich mir das Schloss, in dem die Geschichte zu Beginn spielt, und auch die Personen bildlich vorstellen konnte.

Die Protagonistin Lia mochte ich schon von Beginn an und das hat sich auch während des gesamten Buches nicht geändert. Sie ist zwar eine Prinzessin, hat aber auch kein Problem damit, sich schmutzig zu machen oder in einer schäbigen Hütte zu schlafen. Schnell wird deutlich, dass sie ihren eigenen Kopf hat und bereit ist, für ihre Träume zu kämpfen. Schon in diesem ersten Teil der Reihe wirkt sie sehr stark und kämpferisch und ich könnte mir gut vorstellen, dass sie im Laufe der Reihe noch zu einer richtigen Badass-Heldin avanciert.

Rafe und Kaden sind zwei sehr interessante und undurchschaubare Charaktere und die Art, wie die Autorin die beiden dem Leser präsentiert, ist einfach genial und hat das Buch für mich wirklich zu etwas ganz besonderem gemacht! Denn anders als bei so vielen anderen Büchern, weiß der Leser bei „Der Kuss der Lüge“ eben nicht, wer von ihnen der Gute und wer der Böse ist. Alles, was die Autorin uns wissen lässt, ist, dass einer von beiden ein Attentäter ist, dessen Auftrag es ist, Lia umzubringen, und der andere ist genau der Prinz, den sie eigentlich hätte heiraten sollen. Indem die Autorin zwischen den Kapiteln, die aus Lias Perspektive erzählt werden, auch immer mal wieder Kapitel einfließen lässt, die entweder aus der Sicht des Attentäters oder aus der Sicht des Prinzen erzählen, steigt die Spannung stetig und der Leser begibt sich auf eine regelrechte Spurensuche, wer von den beiden denn nun wer ist. Ich fand diese Idee einfach wahnsinnig toll und muss sagen, dass es die Autorin dem Leser wirklich nicht leicht macht, der Wahrheit auf die Schliche zu kommen.
Wer von den beiden mein Favorit ist, verrate ich jetzt mal nicht, da der ein oder andere es vielleicht als Spoiler empfinden könnte, ich sag' nur so viel: Ich liebe ihn! Endlich mal wieder ein Charakter, der sich absolut perfekt als Bookboyfriend eignet.

Doch nicht nur Lia, Kaden und Rafe konnten mich begeistern, auch die Nebencharaktere haben es mir angetan. Es kommt nicht oft vor, dass ich Nebencharaktere so schnell ins Herz schließe, aber in diesem Fall ist es der Autorin absolut gelungen, ihnen Tiefe und Einzigartigkeit zu verleihen.

Ein dicker Pluspunkt bekommt das Buch auch noch für die wunderbar detaillierte und liebevolle Beschreibung der Umgebung. Ich finde es einfach wahnsinnig toll, wenn man beim Lesen die Schauplätze bildlich vor Augen hat und das war bei dieser Geschichte definitiv der Fall! Die Orte werden absolut stimmungsvoll beschrieben, sodass man die salzige Brise des Meeres beinahe schmecken und das Kreischen der Möwen selbst hören kann. Besonders das Fischerstätdchen Terravin hat es mir total angetan und ich habe fast das Gefühl, selbst dort gewesen zu sein.

Wie schon geschrieben, ist die Handlung der Geschichte besonders durch die Undurchschaubarkeit von Rafe und Kaden durchweg spannend. Außerdem setzt die Autorin immer wieder Bruchstücke von alten Texten ein, die ziemlich mysteriös wirken und auf jeden Fall meine Neugier, was dahinter steckt, geweckt haben. Und sogar nachdem die Autorin enthüllt, wer von den Männern der Attentäter ist und wer der Prinz, bleibt es noch spannend.

Fazit

Mit „Der Kuss der Lüge“  ist Mary E. Pearson eine wunderbar unvorhersehbare und spannende Geschichte gelungen. Dadurch, dass man lange Zeit nicht weiß, wer von den beiden Männern der Attentäter ist und wer der Prinz, hat das Buch echtes Suchtpotenzial – mir ist es jedenfalls nicht leicht gefallen, es aus der Hand zu legen. Außerdem erzählt die Autorin sehr lebendig und stimmungsvoll, sodass ich stets ein genaues Bild vor Augen hatte und mich in die Welt von Lia total verliebt habe. Für mich ist klar, dass ich den nächsten Band der Reihe ganz schnell lesen muss und ich hoffe, dass ich einigen von euch auch Lust auf die Geschichte machen konnte. Dieses Buch hat definitiv Chancen darauf, zu meinem Jahreshighlight 2017 gekürt zu werden!

Montag, 5. Juni 2017

Montagsfrage

Mal ehrlich - liest du dir die Danksagungen der Autoren in den Büchern durch?

Das kommt bei mir immer ganz auf das Buch und den Autor an. Wenn mich das Buch sehr berührt und mitgerissen hat, möchte ich es meist noch nicht aus der Hand legen und noch mehr erfahren, weshalb ich dann die Danksagungen noch lese. Auch bei meinen Lieblingsautoren lese ich meistens die Danksagungen und es gibt einen darunter, bei dem ich sie IMMER lese: Sebastian Fitzek! Seine Danksagungen sind immer total originell und lustig und manchmal erfährt man noch das ein oder andere Detail über die Hintergründe des Buches.

Wie sieht es bei euch aus? Lest ihr euch die Danksagungen am Ende eines Buches durch?
Falls ihr auf eurem Blog auch bei der Montagsfrage mitmachen möchtet, schaut einfach mal auf dem Blog von Buchfresserchen vorbei!